Nowak & Nowak

Zu Beate Nowak:
„Mich hat die Qualität der Abstraktion in der Natur fasziniert-deshalb spüre ich  dem Rhythmus, den Strukturen und den Farben nach.“
Zu sehen sind collagierte Mischtechniken, in denen Fragmente gefundener Dinge zu doppelbödigen Metaphern verwachsen. In einem monatelangen Prozess kombiniert die Malerin den Farbauftrag mit plastischen Strukturen und bindet Materialien wie Wellpappe, Fotos, Ziegelsplitt, Spachtelmasse, Baumrinde und Blütenblätter in ihre Bilder ein. Nicht selten gewinnen auf diese Weise auch die Reste früherer Experimente ein zweites Leben. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Augentäuschung, Phantasmagorie und der Lust am Konkreten.
In manchen ihrer Arbeiten öffnet sich die Dimension einer archäologischen Tiefengrabung in der eigenen Gefühlslandschaft – Schichtungen und Artefakte werden zu Chiffren für Erinnerungen. Beate Nowaks Bildwelten schwingen zwischen Gegensätzen – von Dramatik und Meditation, vom Spiel der Zeichen und warmen Ausdruckswerten. Die Kraft ihrer Bilder liegt nicht in einer glatten Oberfläche, sondern im Unerwarteten.
Dr. Andreas Butter


Zu Günter Nowak:
„Eisen ist für mich der Stoff, der meinem Ausdruckswillen entspricht.”
(1931-2011)
Günter Nowak über sich selbst:
Das Material, mit dem ich arbeite, ist überwiegend altes Eisen, dem der natürliche Oxydationsprozeß über die Zeit eine natürliche, durchaus erwünschte Patina verliehen hat.
Es ist für mich der Stoff, der meinem Ausdruckswillen entspricht, ein Stoff gewissermaßen aus dem Schrottplatz des Lebens.
Am Beginn der Arbeit steht bei mir das Finden. Erst dann beginnt der Prozeß des Gestaltens. Ziel ist der befreite, spielerische Umgang mit Material und Thematik. Kunst machen ist nun mal eine Tätigkeit der Sinne, elementar und urtriebhaft.
Ich versuche eine neue Form der Realität zu schaffen, in dem ich zu formalen Ausdrucksmitteln aus dem Bereich der Fantasie greife. Neues soll entstehen, noch nie Dagewesenes.
Nicht der Gegenstand selbst, sondern die Wirkung, die von ihm ausgeht, ist mir wichtig. Es drängt mich, die Grenzen der gestalterischen Möglichkeiten ständig auszuloten und zu erweitern.
In der Kunst muss jeder seinen Weg finden, muss die Dinge in Frage stellen und Antworten suchen.

Werke Beate Nowak

Werke Günter Nowak