Beate Nowak

„Mich hat die Qualität der Abstraktion in der Natur fasziniert-deshalb spüre ich  dem Rhythmus, den Strukturen und den Farben nach.“

Zu sehen sind collagierte Mischtechniken, in denen Fragmente gefundener Dinge zu doppelbödigen Metaphern verwachsen. In einem monatelangen Prozess kombiniert die Malerin den Farbauftrag mit plastischen Strukturen und bindet Materialien wie Wellpappe, Fotos, Ziegelsplitt, Spachtelmasse, Baumrinde und Blütenblätter in ihre Bilder ein. Nicht selten gewinnen auf diese Weise auch die Reste früherer Experimente ein zweites Leben. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Augentäuschung, Phantasmagorie und der Lust am Konkreten.
In manchen ihrer Arbeiten öffnet sich die Dimension einer archäologischen Tiefengrabung in der eigenen Gefühlslandschaft – Schichtungen und Artefakte werden zu Chiffren für Erinnerungen. Beate Nowaks Bildwelten schwingen zwischen Gegensätzen – von Dramatik und Meditation, vom Spiel der Zeichen und warmen Ausdruckswerten. Die Kraft ihrer Bilder liegt nicht in einer glatten Oberfläche, sondern im Unerwarteten.
Dr. Andreas Butter

Beate Nowak mit Dr. Schreyger